Ripper-Verfahren




Die Ripper-Methode bzw. das Ripper-Verfahren ist ein bereits im Jahre 1892 von M. Ripper beschriebenes, häufig verwendetes analytisches Verfahren und eine Titrationsmethode zur Bestimmung von Sulfiten im Wein. Der Test beruht auf der iodometrischen Titration von Wein in saurem Medium.

Freies Schwefeldioxid wird direkt durch die Titration bestimmt. In der Praxis werden in einen 500 ml Erlenmeyer-Kolben 50 ml Wein gegeben und mit 5 ml einer Stärkelösung als Indikator sowie 30 mg EDTA versetzt. Angesäuert wird mit 5 ml Schwefelsäure. Die Titration erfolgt mit einer 0,025 M Iod-Lösung. Am Endpunkt der Titration schlägt die Farbe der Probe nach blau um.

Nachteil der Ripper-Probe ist der relativ hohe Labor-Aufwand und die schlechte Wahrnehmbarkeit des Umschlagpunktes bei Rotweinen. Zudem können Vitamin C (Ascorbinsäure) und Tannine erhöhte Meßergebnisse liefern. Dies gilt auch für die im Handel angebotenen Test-Kits.

 

Quellen und weitere Informationen

[1] - Maximilian Ripper:
Die schweflige Säure im Weine und deren Bestimmung.
In: Journal für Praktische Chemie, (1892), DOI 10.1002/prac.18920460131.

 


Kategorie: Operationen in Labor und Technikum

Aktualisiert am 18. Juli 2017.







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