AICAR




AICAR oder AICA-Ribonukleotid ist die Abkürzung für die organisch-chemische Verbindung Aminoimidazol-Carboxamid-Ribonukleosid; biologisch handelt es sich um ist ein Stoffwechsel-Zwischenprodukt bei der Erzeugung von Inosinmonophosphat.

 

AICAR

 

AICAR ist biochemisch ein Analogon des Adenosinmonophosphats (AMP) und in der Lage, die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) zu stimulieren.

Medizinisch fand die Verbindung Einsatz zur Vorbeugung und Behandlung von Herzinfarkten und in der Herzchirurgie zur Ausrechterhaltung des Blutflusses.

Darüber hinaus wirkt AICAR geschmacksverstärkend - und verbessert die Ausdauer von Athleten (Doping). Im Jahre 2009 hat die französische Anti-Doping-Agentur vermutet, dass AICAR bei der Tour de France wegen dieser angeblichen leistungssteigernden Eigenschaften verwendet worden war. Und obwohl ein Nachweisverfahren der Welt-Anti-Doping-Agentur angekündigt worden war, ist es unbekannt, ob diese Substanz eingesetzt wurde.

Seit Januar 2011 ist AICAR offiziell eine verbotene Substanz und im Welt-Anti-Doping-Verzeichnis gelistet.

 

Datenblatt: AICAR

Bezeichnung: AICAR
Systematisch: 5-Amino-1-(5-O-phosphono-β-D-ribofuranosyl)-1H-imidazol-4-carboxamid
Weitere Namen: AICAR-Monophosphat; AICA-Ribonucleotid
Summenformel: C9H15N4O8P
Molmasse: 338,211 g mol-1
CAS-Nummer: 3031-94-5
EC-Nummer, EINECS: 221-212-1
InChI Code: NOTGFIUVDGNKRI-UUOKFMHZSA-N
Externe Daten: ChemSpider - 58620; ECHA InfoCard - 100.019.285

 


Kategorie: Naturstoffe

Aktualisiert am 22.03.2017.







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