Unsicherheiten



Die Angabe von Unsicherheiten u oder Standardunsicherheiten ist eine in der Metrologie gängige Methode zur Kennzeichnung der Abweichung bzw. der Streubreite angegebener Zahlenwerte. Die Kennzeichnung der Unsicherheit erfolgt i.d.R. als 2-stellige direkt hinter dem Zahlenwert.

 

Beispiel:

Das gyromagnetische Verhältnis des Protons ist mit γ = 2,675222005(63) x 108 s-1 T -1 angegeben. Die absolute Unsicherheit u ergibt sich aus den in Klammern eingebetteten Zahlen (63) und bezieht sich auf die letzten beiden Stellen des Wertes, also:

 

uγ = 0,000 000 063 x 108 s-1 T -1 = 6,3 s-1 T -1.

 

Relative Standardunsicherheit:

Um den absoluten Unsicherheitswert an den Messwert anzupassen verwendet man relativen Unsicherheitswert: urel = uabs / |Schätzwert der Größe|:

urel = 6,3 / |2,675222005 x 108| = 2,4 x 108.

 

Erweiterte Unsicherheiten:

Das Produkt aus Unsicherheit u und einem Erweiterungsfaktor k > 1 nennt man erweiterte Unsicherheit U: U = k x u. Die erweiterte Unsicherheit U stellt ein Intervall dar, in dem der Wert der Messgröße mit einem höheren Konfidenzniveau vermutet wird. Der Wahl des Abdeckungsfaktors k liegt das gewünschte Konfidenzniveau zugrunde. Für ein angenähertes Konfidenzniveau zum Beispiel von 95% ist der Wert für k = 2.

Aktualisiert am 16. Dezember 2016.







© 1996 - 2017 Internetchemie ChemLin