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Die Aufnahme zeigt die zwei Mainzer Instrumente am Ende des robotischen Arms: das APXS vom Max-Planck-Institut für Chemie und das Mössbauer Spektrometer der Johannes Gutenberg-Universität. Das Bild wurde mit der Farbkamera des Rovers Spirit am 287. Tag nach der Landung auf dem Mars gemacht.
Copyright NASA/JPL/Cornell University
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Denn die Mainzer Geräte lieferten und liefern weiterhin Informationen, die unser Wissen über den Mars vervielfachen. So ist jetzt bewiesen, dass es vor langer Zeit flüssiges Wasser auf dem Mars gab und seine geologische Geschichte aktiver ist, als bisher angenommen. "Wir sind alle immer noch überrascht, dass Spirit und Opportunity weiterhin Daten vom Mars auf die Erde senden, die uns noch mehr Informationen und Eindrücke von dem Planeten liefern", staunt Dr. Göstar Klingelhöfer von der Uni Mainz. Die Rover-Zwillinge "Spirit" und "Opportunity" tragen jeweils ein Instrument des MPI für Chemie und eines der Universität Mainz. Das APXS-Instrument stammt aus der mittlerweile geschlossenen Abteilung Kosmochemie des MPI für Chemie. Sein Name kommt vom englischen "Alpha Particle X-Ray Spectrometer" oder auf deutsch Alpha-Röntgen-Spektrometer - liebevoll auch Schnüffelnase genannt. "Das Gerät passt zwar auf eine Hand, leistet aber Großes", so Dr. Johannes Brückner vom MPI, "Es bestimmt die chemische Zusammensetzung von Steinen und Staubproben direkt auf dem Mars. Das macht das APXS für die Marsforschung so wertvoll." Sein Äquivalent in Bezug auf die mineralogische Beschaffenheit der Marsproben ist das sogenannte Mössbauer Spektrometer der Johannes Gutenberg-Universität, das Dr. Göstar Klingelhöfer entwickelt hat. Als Team liefern die beiden Geräte eine gründliche Analyse der Gesteine vor Ort. Mit den Daten der Mainzer Geräte konnten Wissenschaftler endlich die strittige Frage nach dem Wasser auf dem Mars klären. Heute ist der Mars ein öder und staubiger Wüstenplanet. Wasser kann auf seiner Oberfläche nur als Eis an den Polen existieren. Die Messungen der Mainzer Instrumente haben jedoch ergeben, dass es einmal flüssiges Wasser auf dem Mars gegeben haben muss - vermutlich vor Hunderten von Jahrmillionen. "Seine Spuren lassen sich noch heute in den Gesteinen finden. Extrem hohe Konzentrationen z. B. von Schwefel oder Silizium deuten auf Prozesse hin, bei denen Wasser eine wichtige Rolle spielte", erzählt Brückner. Nach einer Veranstaltung (27. Januar), in der die Forscher die letzten fünf Jahre Revue passieren lassen, geht es wieder an die Arbeit, denn selbst nach fünf Jahren sind noch viele Geheimnisse des Mars nicht gelüftet. Daher wünschen wir unseren Geburtstagkindern weiterhin eine lange Lebensdauer. Der nächste Rover wird erst 2012 auf dem Mars seine Arbeit aufnehmen. Bis dahin gibt es noch viel zu messen.
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