Archiv Januar 2009 der
Meldungen und Pressemitteilungen aus Chemie und den angrenzenden
Fachgebieten mit Schwerpunkt Forschung und Entwicklung.
Aktuelle Berichte zur Chemie finden Sie im Chemie
Newsbereich, Stellenangebote im Bereich Chemie Sie in unserer
Chemie Jobb?se, Konferenzen,
Veranstaltungen unter
Chemistry
Conferences (in englischer Sprache).
Alle
aktuellen Meldungen sind auch als RSS Feed im XML-Format abrufbar.
Hinweise zur Ver?fentlichung Ihrer
Pressmitteilung unter Internetchemie.Info entnehmen Sie bitte der
entsprechenden Info-Seite.
Ein Milchtropfen wird mit einem Ultraschall-Zerst?ber verspr?t, in den Electrospray eingeleitet und mit dem Massenspektrometer (MS) analysiert. In nur dreissig Sekunden weiss der Analytiker, ob die Milch mit Melamin verseucht ist.
Kristallklarer Durchblick bei der Kalkbildung
Kalk kristallisiert anders als bislang gedacht - das erm?licht die Entwicklung neuartiger Entkalker und hat auch Folgen f? den Klimawandel.
Trimere in einem extrem kalten und d?nen
Gas k?nten etwas ?er die Entstehung der Materie verraten.
Abbildung: Nur zu dritt sind die
Borrom?schen Ringe untrennbar. Fehlt einer, fallen auch
die beiden ?rigen auseinander. Max-Planck-Forscher
haben in ultrakalten Gasen nun Verbindungen aus drei
Teilchen geschaffen, die sich ganz ?nlich verhalten.
[Bildquelle: MPG]
Jenaer Forscher sind einzelnen Viren auf der Spur
Forscher konnten erstmalig ein Virus mittels spitzenverst?kter Raman-Spektroskopie (tip enhanced Raman spectroscopy - TERS) nachweisen. Die Methode soll zuk?ftig zur Identifikation von Einzelviren genutzt werden.
Er ist aus Gold gemacht und eine Million Mal feiner als das Haar eines Menschen: der d?nste Draht der Welt.
Abbildung: Sch? parallel verlaufen die Gold-Nanodr?te, die in der W?zburger Physik erzeugt werden. Jeder "H?el" in den Reihen entspricht einem einzelnen Atom.
[Bildquelle: Lehrstuhl f? Experimentelle Physik IV, Universit? W?zburg]
Ein Forschungsteam mit Beteiligung der ETH Z?ich hat eine Form des Elementes Bor gefunden, die nach Lehrbuch gar nicht existieren d?fte: einen ionischen Kristall. Abbildung: Bei einem Druck zwischen 19 und 89 Gigapascal formieren sich die Bor-Atome zu negativ geladenen Ikosaedern (violett) und positiv geladenen Hanteln (orange).
Den Wissenschaftlern ist es gelungen, ein einzelnes Calmodulin Molek? an der Spitze eines Kraft-Mikroskops zu befestigen. Die mechanischen Eigenschaften des Proteins, die sie so unter verschiedensten Bedingungen messen k?nen, geben tiefe Einblicke in die Arbeitsweise des Proteins
ForscherInnen der Uni Graz weisen erstmals die Bedeutung von Triglyceriden f? das Zellwachstum nach.
Abbildung:
Hefezellen, die ein fluoreszenz-markiertes Tgl4-Protein herstellen (gruen). Dieses Protein lokalisiert an der Oberflaeche von Fetttroepfchen (Lipid Droplets, rot gefaerbt).
[Bildquelle: Prof. Dr. Sepp-Dieter Kohlwein, Uni Graz]
Struktur eines Enzyms gegen chemische
Kampfstoffe aufgekl?t
Frankfurter Forscher analysieren DFPase aus dem
Mittelmeertintenfisch mithilfe von Neutronenbeugung. Ergebnisse
sollen dazu beitragen, die Wirksamkeit des Enzyms beim Abbau von
Nervengiften zu erh?en.
Der Vorteil, anders zu sein
Wissenschaftler demonstrieren, dass die Individualit? von Bakterien evolution?e Vorteile haben kann.
|
Chemie und Medizin
'Schwarzarbeitendes' Protein wirkt entz?dungshemmend
Publikation von Wissenschaftler-Team der Universit?en Gie?n, Aachen, Stockholm (Schweden) und Yale (USA) im amerikanischen Fachblatt "Journal of Biological Chemistry".
Abbildung: Wird Cholin einer Pneumokokken-Kultur zugegeben, besetzen die Molek?e die Cholinbindestellen der CBP, sodass diese nicht mehr an die Zellwand der Pneumokokken andocken k?nen.
[Bildquelle: Wiley]
Heilsame Forschung
Grazer PharmazeutInnen fanden Schl?sel zu neuen entz?dungshemmenden Medikamenten.
Blei aus dem Blut entfernen mit selektiven Bleirezeptoren und Magnetnanopartikeln.
Abbildung: Spezielle Sonde, die zum spezifischen Nachweis von Blei eingesetzt wird. Bindet ein Blei-Ion an einen solchen Blei-Rezeptor, so wird dessen Fluoreszenz 'angeknipst', er beginnt zu leuchten.
Die Aufnahme zeigt die zwei Mainzer Instrumente am Ende des robotischen Arms: das APXS vom Max-Planck-Institut f? Chemie und das M?sbauer Spektrometer der Johannes Gutenberg-Universit?. Das Bild wurde mit der Farbkamera des Rovers Spirit am 287. Tag nach der Landung auf dem Mars gemacht.