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Prinzip der SURMOF Synthese. Bei der konventionellen Synthese entstehen oft gleichzeitig zwei, miteinander verwobene Gerüststrukturen (rot und grün). Mit Hilfe der Flüssigphasen-Epitaxie wird die Äquivalenz der beiden Gerüste durch das Organische Templat (gepunktete Linie auf der rechten Seite) aufgehoben und damit die Bildung einer zweiten, die erste durchdringenden Struktur unterdrückt. Die SURMOFs bestehen dann aus nur einem Netzwerk, die verfügbaren Poren sind erheblich größer.
[Bildquelle: RUB]
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Sie lassen nicht das ganze Molekularregal auf einmal entstehen, sondern bauen es Schicht für Schicht auf einer intelligenten organischen Oberfläche auf. So lassen sich auch Fächer bauen, die groß genug für die Metallpartikel sind. Die Forscher berichteten in der einer Ausgabe von NATURE Materials. Fächer sind für Metalle zu klein Die hochporösen MOFs bestehen meistens aus zwei verschiedenen Typen von Bausteinen. Dabei stecken molekulare, aus organischen Molekülen gebildete Streben in anorganischen Kreuzstücken, die Metallatome enthalten. Nach dem Mischen und Erhitzen entstehen dann durch Selbstorganisation die MOFs. Das weltweit große Interesse an diesen molekularen Regalsystemen rührt daher, dass sie mit unterschiedlichsten Objekten beladen werden können. "Das Spektrum reicht dabei von der Speicherung flüssigen Wasserstoffs in Pkw-Tanks bis hin zu Medikamentendepots", erklärt Prof. Wöll. Auch für die Katalyse sind solche "löchrigen" Materialien interessant. Dazu werden Metallpartikel in die Poren eingelagert, was allerdings eine gewisse Größe der Hohlräume erfordert. "In diesem Zusammenhang standen wir bisher vor einem fundamentalen Problem bei der Synthese der MOFs", so Prof. Fischer. "Werden die Poren zu groß, wachsen gleichzeitig mehrere Regalsysteme auf einmal, und es entsteht ein ineinander verschachteltes Geflecht mehrerer Strukturen." Dadurch reduziert sich entsprechend die Größe der einzelnen Regalfächer. Schicht für Schicht größere Fächer aufbauen Dieses als Interpenetration (Durchdringung) bezeichnete Problem konnten die Forscher der Lehrstühle für Physikalische Chemie (Wöll) und Anorganische Chemie (Fischer) der Ruhr-Universität jetzt umgehen. Statt dem bisher üblichen Syntheseverfahren -Mischen der Substanzen und anschließendes Erhitzen - entwickelten sie ein neuartiges Verfahren, das als Flüssigphasenepitaxie bezeichnet wird. Dabei werden mit intelligenten Oberflächen beschichtete Substrate abwechselnd in Behälter getaucht, die jeweils nur eine Sorte der Regalbausteine enthalten. Die organischen Oberflächen sorgen dafür, dass nur ein einziges Regalsystem mit entsprechend großen Fächern entsteht, und Duplikate und damit das Durchdringen verhindert werden. "Damit steht der Weg zur Herstellung von Materialien mit deutlich größeren Poren als bisher offen", freut sich Wöll. Zurzeit versuchen die Forscher, in die geräumigen Hohlräume Metallcluster einzulagern, die dann wiederum für die Katalyse und die Sensorik genutzt werden können. Intelligente Oberflächen Die intelligenten Oberflächen, die dafür sorgen, dass genau die gewünschten Regalverbindungen entstehen, lassen die Chemiker auf einfache Weise von selbst wachsen: Sie tauchen Metallsubstrate in Lösungen so genannter Organothiole ein, schwefelhaltiger organischer Moleküle. Die Schwefelatome werden mit einer chemischen Reaktion fest an das metallische Substrat gebunden und dienen so als Anker für die organischen Moleküle. Es entsteht ein molekularer Pelz, der als SAM (für engl.: self-assembled monolayer) bezeichnet wird. Auf der Oberfläche dieser SAMs können dann die Regalverbindungen kontrolliert aufwachsen - sogar deren Orientierung lässt sich durch die maßgeschneiderten SAMs vorgeben.
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