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Als Erklärung wird im Allgemeinen eine Umwandlung des "harmlosen" anorganischen Bismuts in eine potenziell toxische Spezies angenommen - wie diese Reaktion vor sich geht, wurde allerdings bisher nicht untersucht. Bekannt ist aber ein vergleichbares Phänomen: Vom Quecksilber, dessen biochemischer Abbau im Organismus große Parallelen aufweist, weiß man, dass anorganische Spezies durch bestimmte Prozesse in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn eigentlich vor Erregern und Giften schützt, zu durchdringen. Im Projekt der Umweltanalytiker wurde in Kooperation mit dem Uni-Klinikum Essen eine mögliche Umwandlung von Leberzellen in die potenziell toxischen Bismutspezies untersucht, die die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Durch massenspektrometrische Techniken konnte die Verstoffwechselung (Metabolisierung) belegt werden, so dass erstmalig die Umwandlung des Metalls Bismut durch menschliche Leberzellen nachgewiesen wurde. Ein Experte in Chemischer Toxikologie, Prof. Yasumitsu Ogra (Showa Pharmaceutical University, Tokyo, Japan), ordnet die Arbeit in "Highlights in Chemical Biology" wie folgt ein: "Der Nachweis der Bismutmethylierung kann zu neuen toxikologischen Einsichten führen. Die Technik ebnet den Weg zur Speziesanalytik von anderen flüchtigen metallhaltigen Metaboliten in biologischen Proben."
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