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Rastertunnelaufnahme des zweidimensionalen porösen Polymers (linker Bildteil) mit überlagertem Strukturmodell (rechter Bildteil; blaugrün: Kohlenstoff; weiss: Wasserstoff; grau: Silberoberfläche).
[Bildquelle: RSC]
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Innentitelblatt von "Chemical Communications", Nummer 45, 7. Dezember 2009, das die Herstellung des bienenwabenähnlichen porösen Polymers via Kopplung von chemisch funktionalisierten Molekülen illustriert.
[Bildquelle: EMPA, RSC]
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Graphen verfügt über einige ganz besondere Eigenschaften: Es ist härter als Diamant, extrem reissfest und ein hervorragender Wärmeleiter. Zudem ist Graphen undurchlässig für Gase, was es als luftdichtes Verpackungsmaterial interessant macht. Wegen seiner aussergewöhnlichen elektronischen Eigenschaften gilt Graphen als mögliches Ersatzmaterial für Silizium in der Halbleitertechnologie. Durch "Einbauen" von Löchern mit kontrollierter Grösse und Verteilung sollten sich die elektronischen Eigenschaften gezielt einstellen lassen. Deshalb wird weltweit intensiv an der Synthese und Charakterisierung zweidimensionaler graphenähnlicher Polymere geforscht. Graphen und graphenartige Polymere sind generell ein Top-Forschungsthema. So ging dieses Jahr der mit 750'000 Euro dotierte Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft an den Begründer der Graphen-Forschung, den niederländischen Physiker Andre Geim.
Neue Herstellungsmethode: "bottom-up"-Synthese auf Metalloberfläche Zusammen mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz konnten Empa-Wissenschaftler der Abteilung "nanotech@surfaces" nun erstmals ein graphenähnliches Polymer mit wohldefinierten Poren synthetisieren. Dazu liessen die Forscher molekulare Bausteine aus funktionalisierten Phenylringen auf einer Silberoberfläche zu einer zweidimensionalen Struktur "zusammenwachsen". So entstand ein "poröses" Graphen, dessen Poren nur wenige Atome im Durchmesser aufweisen und dessen Muster sich im Subnanometer-Massstab wiederholt. Bislang wurden "poröse" Graphene in lithografischen Prozessen hergestellt, indem Löcher nachträglich in die Graphenschicht geätzt wurden. Diese Löcher waren viel grösser als nur wenige Atome, nicht so dicht beieinander und wesentlich weniger präzise als mit dem nun gewählten "bottom-up"-Ansatz der molekularen Selbstorganisation. Durch chemisch definierte Bildungsstellen koppelten die molekularen Bausteine selbstständig aneinander zu einem regelmässigen zweidimensionalen Netzwerk. Dadurch können graphenähnliche Polymere mit so feinen Poren synthetisiert werden, wie sie mit anderen Verfahren nicht zu erreichen sind.
Empa-Forschungspreis an Matthias Treier Der Empa-Forschungspreis 2009 geht an Matthias Treier, Mitautor der Publikation zur Synthese eines graphenähnlichen Polymers. Ein Hauptziel der Nanoforschung ist es, die Fähigkeit zu erlagen, um massgeschneiderte und extrem regelmässige Strukturen im Nanometermassstab einfach und reproduzierbar zu kreieren. Organische Nanostrukturen sind dabei von besonderem Interesse, da ihnen eine wichtige Rolle für künftige elektronische Geräte zugestanden werden. Für seine Dissertation hat Matthias Treier mehrere neue Ansätze für die "bottom-up"-Herstellung organischer Nanostrukturen auf Metalloberflächen untersucht. "Forschungsobjekte" waren neben Graphen und graphenähnlichen Polymeren auch Metallofullerene. 2003 ins Leben gerufen, wird der Empa-Forschungspreis heute Donnerstag anlässlich des PhD-Symposiums zum 7. Mal verliehen. Der Forschungsausschuss der Empa bewertet dazu jeweils eine Reihe eingereichter Masterarbeiten, Dissertationen und Publikationen.
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