Menü ausblenden
Menü ausblenden   Internetchemie   |     About   |   Kontakt   |   Impressum   |   Datenschutz   |   Sitemap
Menü ausblenden   Chemie Index   |   Chemie-Lexikon   |   Chemikalien   |   Elemente
Menü ausblenden   Geräte + Instrumente   |  
Menü ausblenden   Jobbörse, Stellenangebote   |  
Menü ausblenden   Crowdfunding Chemie   |     Text veröffentlichen
Home und Neuigkeiten
Chemie A - Z
Produkte, Geräte für Labor und Industrie
Chemikalien und chemische Verbindungen
Stellenbörse für Chemie-Jobs
Impressum, Kontakt
Crowdfunding Chemie

 

Steviosid




Steviosid ist ein Glycosid des Steviakrauts und neben anderen Steviolglykosiden verantwortlich für die hohe Süßkraft der Stevia-Pflanze und dem daraus gewonnenen Süßstoff Stevia. Chemisch handelt es sich um einen Naturstoff aus der Klasse der ent-Kaurane. Als Gruppenmitglied der Glycoside läßt sich das Steviosid-Molekül in eine Zuckerkomponente aus drei Glucose-Molekülen und einem so genannten Aglycon mit der Bezeichnung Steviol - der Nicht-Zucker-Komponente - unterteilen.

 

Steviosid

 

Stereochemisch besitzt Steviosid 21 Stereozentren.

In reinem Zustand zeigt sich Steviosid als weißes, geruchloses, kaum wasserlösliches, feinkristallines Pulver, das oberhalb von 238 °C schmilzt und in Prismen kristallisiert.

Das Steviosid selbst besitzt etwa die 300fache Süßkraft von Saccharose, dem gewöhnlichen Haushaltszucker.

Die Glykoside der Stevia-Pflanze werden bereits seit 1971 kommerziell als Zuckerersatzstoffe verwertet: Marktführer ist die japanische Firma Morita Kagaku Kogyo, die Stevia als Süssstoff zuerst kommerzialisierte und ein integriertes Verfahren vom Pflanzenanbau bis zur Extraktion und Reinigung des Süßstoffs etablierte. In der Europäischen Union und damit in Deutschland sind Stevia-Produkte als Süßungsmittel seit dem 03. Dezember 2011 zugelassen.

Erläuterung, Umrechnungsfaktoren und Berechnungsbeispiel der Süßkraft siehe unter Stevioläquivalente.

 

Verwendung

Steviosid findet sich als Bestandteil des Süßungsmittel Steviolglycosid in Lebensmitteln; E-Nummer E960. Hierbei handelt es sich um einen Extrakt aus Stevia-Kraut, der zum Süßen von alkoholfreien Erfrischungsgetränken, Speiseeis, Milchprodukten, Konfitüren und anderen dient.

In der EU ist der Zusatz von Steviosid bei Nennung der INCI-Bezeichnung Stevioside für kosmetische Produkte zugelassen. Hier dient es als Mund-Pflegemittel und der Geruchsmaskierung.

 

Datenblatt: Steviosid

Systematischer Name:1-O-[(5β,8α,9β,10α,13α)-13-{[2-O-(β-D-Glucopyranosyl)-β-D-glucopyranosyl]oxy}-18-oxokaur-16-en-18-yl]-β-D-glucopyranose Weitere Namen:Steviosin; (4α)-β-D-glucopyranosyl-13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]kaur-16-en-18-oat Englische Bezeichnung:Stevioside INCI-Bezeichnung:Stevioside E-Nummer:E 960 Summenformel:C38H60O18 Molekulargewicht:804,872 Schmelzpunkt:238 °C Drehwinkel:[α]25D (c=5.7, Wasser): -39,3 ° Löslich in:Dioxan, Alkhohol Unlöslich in:Wasser (1,25 g pro Liter) CAS-Nummer:57817-89-7 EC-Nummer, EINECS:260-975-5 InChI Key:UEDUENGHJMELGK-HYDKPPNVSA-N Spektrum (extern):SpectraBase ID KUv8hozoy1B Externe Datenbanken:ChemSpider: 390625; PubChem: 442089; Kegg: C09189 Extern (EU): ECHA InfoCard: 100.055.414

 

Quellen und weitere Informationen:

[1] - Stevioside.
CosIng, Europäische Stoffdatenbank für Inhaltsstoffe der Kosmetika.

 


Kategorie: Naturstoffe

Aktualisiert am 10.12.2018.



© 1996 - 2019 Internetchemie ChemLin






Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren