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Persistente organische Schadstoffe




Persistente organische Schadstoffe - kurz: POPs, englisch persistent organic pollutants - bilden eine Gruppe chemisch uneinheitlicher, halogenierter Substanzen, die jedoch auf Grund ihrer umweltschädlichen und toxikologischen Eigenschaften ein erhebliches Umweltproblem darstellen:

  • Auf Grund der Fettlöslichkeit der POPs Anreicherung im Körper vom Menschen, Tieren und Pflanzen (Bioakkumulation).
  • Potential zum weiträumigen Transport ("grasshopper"-Effekt).
  • Irreversibler Umwelteintrag der POPs. Kein oder kaum Abbau in unschädliche Substanzen.
  • Tendenz zur Adsorption an Schwebstoffen: Anreicherung in Sedimenten, an Staubpartikeln in der Atmosphäre. Durch Verdunsten/Kondensation Anreicherung in den kälteren Regionen der Erde.
  • Toxikologisch: Einige POPs sind endokrine Disruptoren, krebserzeugend und/oder wirken nachteilig auf das Immunsystem.

Das globale Umweltproblem, das die persistenten organische Schadstoffe darstellen, führte zur Einrichtung der Stockholmer POP-Konvention [1], durch die die globalen Umweltprobleme, verursacht durch die Langlebigkeit der POPs, gelöst und weitere Gesundheitsschädigungen von Mensch und Tier verhindert werden sollen.

 

Liste: Persistente Organische Schadstoffe, POPs

Die POPs laut Stockholmer Konvention sind:

Anhang A. Chemikalien weltweit eliminiert oder verboten werden, teilweise mit zeitlich befristeten Ausnahmen.

  • Aldrin
  • Chlordan
  • Dieldrin
  • Endrin
  • Heptachlor
  • Hexachlorbenzol, HCB
  • Mirex [vgl. Dechlorane]
  • Toxaphen, Camphechlor
  • Polychlorierte Biphenyle, PCB (siehe auch BZ-Nummer)

 

Anhang B. Chemikalien, die noch für einige beschränkte Zwecke erlaubt sind, weil Alternativen aus sozialen/ökonomischen Gründen derzeit nicht akzeptabel erscheinen.

  • DDT

 

Anhang C. Unabsichtlich in die Umwelt entlassene Stoffe, deren Entstehen nur über eine Änderung von Produktionsverfahren und Verbrennungsprozessen verhindert werden kann.

  • Dioxine und Furane (Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane, PCDD/PCDF)
  • Hexachlorbenzol, HCB
  • Polychlorierte Biphenyle, PCB

Als weitere Stoffe werden laut Vertragsstaatenkonferenz vom 4. bis 8. Mai 2009 in Genf folgende Stoffe aufgenommen:

  • Octabromdiphenylether [Anhang A]
  • Pentabromdiphenylether [Anhang A]
  • Chlordecon [Anhang A]
  • Hexabrombiphenyl [Anhang A]
  • Alpha-Hexachlorcyclohexan [Anhang A]
  • Beta-Hexachlorcyclohexan [Anhang A]
  • Lindan [Anhang A]
  • Perfluoroctansulfonsäure und ihre Verbindungen (PFOS) [Anhang A oder B]
  • Pentachlorbenzol [Anhang A und C]

Folgende Stoffe wurden für die Aufnahme vorgeschlagen:

  • [[Hexabromcyclododecane]], HBCDs
  • Kurzkettige, chlorierte Paraffine
  • Chlorierte Naphthaline
  • Hexachlorbutadien
  • Pentachlorphenol

 

Weitere Informationsquellen

[1] Stockholm Convention on Persistent Organic Pollutants [POPs].

[2] Umweltbundesamt: Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH: POPs.

[3] EU: Verhinderung und Verringerung der Produktion, der Verwendung und der Freisetzung von persistenten organischen Schadstoffen (POP).

[4] Perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien: Die Meldungen über per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) in der Umwelt reißen nicht ab. Neue Messungen in Kläranlagen, Gewässern, im Trinkwasser, in der Innenraumluft und vor allem im menschlichen Blut halten die Diskussion in Gang.

[5] Unliebsame Erbstücke aus Gletschern: Persistente Organische Schadstoffe, POPs.

[6] PCB-Verschmutzung: Wissenschaftler spüren erstmals PCB-Schadstoffe auf dem höchsten Gipfel Amerikas auf [07.12.2009].

 


Kategorie: Stoffgruppen

Aktualisiert am 05. Dezember 2017.



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