Archiv Oktober 2007 der
Meldungen und Pressemitteilungen aus Chemie und den angrenzenden
Fachgebieten mit Schwerpunkt Forschung und Entwicklung.
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Chemistry
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Pressmitteilung unter Internetchemie.Info entnehmen Sie bitte der
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Oktober 2007
Wie kommt der Tumorwirkstoff zum Zellkern?
Kupfertransporter auf unerwartete Weise an der Aufnahmen von
Cisplatin beteiligt.
Die Wächter der Chromosomen-Aufteilung
Chromosomen werden vor der Zellteilung verdoppelt, um dann exakt auf
die entstehenden Tochterzellen aufgeteilt zu werden. Ein wichtiger
Regulator dieser Chromosomen-Separation ist der "Chromosomale
Passenger Complex", ein Protein-Komplex, der in der aktuellen Krebs-
und Zellteilungsforschung eine zentrale Rolle spielt. Wissenschaftlern
ist jetzt die Aufklärung der Struktur des zentralen Komplexes
gelungen.
Evolution in der Nanowelt
Weltweit ist es Forschern aus Karlsruhe und Stuttgart erstmals
gelungen, Moleküle bei der Selbstorganisation direkt zu
beobachten.
Haarnadel gegen HIV
Haarnadelförmige Mimetika ahmen helikales Protein nach, das bei
der Vermehrung von HIV eine Rolle spielt.
Zellhaufen und Hühnereier statt
Versuchskaninchen
Welche alternativen Testverfahren zu Tierversuchen es gibt und
wie sie funktionieren, ist ein Thema der Oktober-Ausgabe der
"Nachrichten aus der Chemie".
Nano-Architektur mit einzelnen Molekülen
Forschergruppe an der Freien Universität gelingt Anordnung
winziger Bausteine.
Wenn Nanoteilchen leuchten, können Computer
schneller schalten
Chemnitzer Physiker treiben die Grundlagenforschung in der
Nanotechnologie voran - Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert
ein Projekt der Professur Optische Spektroskopie und
Molekülphysik.
Bislang größtes Bakteriengenom entschlüsselt
Forscher entschlüsseln Erbgut eines bakteriellen
Naturstoffproduzenten: Sorangium cellulosum.
Ein Wissenschaftler-Konsortium unter Beteiligung
des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig
hat das bislang größte Bakteriengenom entschlüsselt.
Untersuchungsobjekt der Forscher war das Bodenbakterium Sorangium
cellulosum.
Woche 43: 22. Oktober bis
28. Oktober 2007
Der Akkord des Moleküls
Eine Molekülschwingung und ein Musikakkord unterscheiden sich
physikalisch betrachtet eigentlich kaum. Beide entstehen, wenn sich
Schwingungen verschiedener Frequenzen überlagern. In der Musik sind
das die Töne, aus denen sich der Akkord zusammensetzt. Bei Molekülen
bezeichnet man diese Frequenzen auch als Quantenzustände. In
Kooperation mit einer Theorie-Gruppe der Kansas State University haben
die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kernphysik jetzt zum ersten
Mal die Quantenzustände eines winzigen Wasserstoffmoleküls genau
bestimmt.
Dendritische Zellen
ticken anders
Wissenschaftler des Instituts für Physiologische Chemie an der
MHH entdecken neuen Signalweg der Immunantwort /
Veröffentlichung in Nature Immunology.
Exotische Zustände in
Festkörpern
Mit neuer Broschüre präsentiert sich der SFB 484 am Augsburger
Physik-Institut der Öffentlichkeit.
Elektronen auf dem Weg
zwischen Atomen erwischt
MPQ Experiment zur Echtzeitbeobachtung von
Elektronentransports in einem Festkörperkristall.
REACH-Info 2
... klärt über Besonderheiten im neuen Chemikalienrecht auf.
Platinreiche Schale,
platinarmer Kern
Neue Katalysatorklasse für Brennstoffzellen schlägt reines
Platin um Längen.
Biomotoren und
Nanotechnologie optimieren
Besser biegen mit Scharnier ...
Neue Adapter optimieren
Echtzeitüberwachung von Kunststoffverarbeitungsprozessen
Simultane Erfassung von Daten verschiedener analytischer
Methoden.
Kunststoffflaschen
halten dicht
Ein vom BMWi gefördertes Projekt der industriellen
Gemeinschaftsforschung.
Modularer
mikrofluidischer Baukasten
Die heutigen Abmaße von Geräten und Gerätekomponenten waren vor
einigen Jahren noch undenkbar. Durch den konstanten Fortschritt
in der Forschung und Entwicklung ist heute die Umsetzung von
kleinsten Geräten und Komponenten realisierbar. Beispielsweise
wurden bei Computern nicht nur die Kosten, sondern auch die
Ausmaße um ein Vielfaches gesenkt ...
Woche 42: 15. Oktober bis
21. Oktober 2007
Analyse von
Detonationen in Rohrleitungen
Mehr Sicherheit in der Anlagentechnik. [Artikel
lesen]
Alleskleber in der
Zelle: Ubiquitin als wichtiger Baustein der Immunantwort
Eine Studie deckte auf, dass die Ubiquitinierung auch für die
Aktivierung der Immunantwort eine wesentliche Rolle spielt. [Artikel
lesen]
Chirurgischer Klebstoff
Ein Klebstoff soll Implantate wie künstliche Herzklappen oder
Gefäßprothesen mit dem körpereigenen Gewebe verschweißen, ganz
ohne belastende Naht. [Artikel
lesen]
Informationen zum neuen
Chemikalienrecht online
Inhalte und Zielsetzungen der REACH-Implementierungs-Projekte
RIP 3.1 und RIP 3.10. [Artikel
lesen]
Bakterien in Biofilmen halten Uran fest
Uran kommt in unserer Umwelt natürlich vor. In dicht besiedelten
Regionen wie Sachsen, wo lange Jahre Uranerz abgebaut wurde, ist es
besonders wichtig zu wissen, wie sich Uran in der Natur ausbreitet.
Neueste Untersuchungen im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
belegen, dass Bakterien eine wichtige Rolle beim Transport von Uran in
der Umwelt übernehmen können. Die Ergebnisse wurden vor kurzem im
Fachjournal "Environmental Science & Technology" veröffentlicht.
Transportmechanismus
von Schlüsselproteinen in der Immunantwort aufgeklärt
Forscher konnten erstmals zeigen, wie der Transport von
Schlüsselproteinen der Immunantwort an ihren Wirkort an der
Zelloberfläche reguliert wird. [Artikel
lesen]
Sexualhormon
verursacht molekulare Signatur, die das Geschlecht besser
anzeigt als Chromosomen
Bei der Bestimmung des Geschlechts von Menschen mit Störungen
der Geschlechtsentwicklung, deren körperliche Merkmale nicht mit
ihren Geschlechtschromosomen übereinstimmen, könnten in Zukunft
neue diagnostische Möglichkeiten dank der Entdeckung einer
dauerhaften Sexualhormon-Signatur in unseren Zellen entwickelt
werden. [Artikel
lesen]
Neue Perspektiven
für die Phenolherstellung
Erste Teilergebnisse im Sonderforschungsbereich 706 [Artikel
lesen]
Enzym wirkt als
Nanomotor
Präzise Bewegungen in der Zelle. [Artikel
lesen]
Mit einer Tasse
Kaffee zu neuen Wirkstoffen
Die Zugabe von Coffein schaltet gezielt stressgeschädigte Zellen
bei der Gewinnung pharmazeutischer Wirkstoffe aus.[Artikel
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Salzgehalt von
Meerwasser zuverlässig messen
Die Rückführbarkeit der Salinitätsbestimmung wurde jetzt in
einer ersten EUROMET-Studie untersucht ... [Artikel
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Gemeinsam gegen
Schimmelpilze in der Nahrung
Wissenschaftler des Instituts für Lebensmittelchemie der WWU
Münster entwickeln in einem Gemeinschaftsprojekt mit Kollegen
aus Dortmund und Bonn Nachweismethoden, mit denen der
Pilzgiftgehalt in der Nahrung und in Futtermitteln bestimmt
werden kann. [Artikel
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Neue Forschungen zu
Dynamik an Oberflächen und in dünnen Schichten
Eine Gruppe Physiker von der Universität Wien fand heraus, dass
Atome an der Oberfläche viel weicher schwingen als im Inneren,
und ist den Sprüngen einzelner Oberflächen-Atome auf der Spur. [Artikel
lesen]
Nanoteilchen im Kampf
gegen Krebs
Mit Magnetosomen den Tumor überhitzen. [Artikel
lesen]
Neue Initiative zur
Meeresforschung in der Europäischen Metropolregion
Nordwestdeutschland gestartet - Die
Max-Planck-Gesellschaft und das Land Niedersachsen stärken die
Meeresforschung in Nordwestdeutschland. [Artikel
lesen]
Christian Doppler (CD)-Labor
für Ferroische Materialien eröffnet
TU-Forscher entwickeln neue Hochleistungsmaterialien. [Artikel
lesen]
Fluoreszenz-Spektroskopie erkennt kleinste Gluteinspuren
Gluteine auch in Briefmarken enthalten [Artikel
lesen]
Ursache für Untergang
von Nervenzellen bei Rückenmarksverletzungen in Mäusen
ausgeknockt
Forscher haben den Mechanismus aufgeklärt, der den Zelltod der
Nervenzellen auslöst. [Artikel
lesen]
FLASH-Anlage bricht
eigenen Weltrekord
DESYs Freie-Elektronen-Laser erzeugt erstmals Lichtblitze mit
der weltweit kleinsten Wellenlänge von 6,5 Nanometern. [Artikel
lesen]
08.10.2007 - 14.10.2007
Nobelpreise 2007:
-
Nobelpreis für
Chemie 2007 an den Deutschen Gerhard Ertl für seine
Arbeiten über chemische Prozesse an festen Oberflächen.
-
Nobelpreis für
Physik 2007 an den Deutschen Peter Grünberg und den Franzosen Albert Fert für
die Entdeckung des "Riesenmagnetowiderstands-Effekt" (GMR-Effekt).
-
Nobelpreis für
Medizin oder Physiologie 2007 Für ihre Entdeckungen zur Modifikation spezifischer Gene von Mäusen
unter Verwendung embryonaler Stammzellen wurden am 08. Oktober 2007 als
Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin 2007 die drei
Wissenschaftler Mario Capecchi (USA), Martin Evans (UK) und Oliver
Smithies (UK) geehrt.
Was treibt Wurzeln
zur Nährstoffaufnahme an?
Forscher des Plant Science Center, einem interuniversitären
Zusammenschluss der Pflanzenforscher von der ETH Zürich und den
Universitäten Zürich und Basel, haben entdeckt, welcher Signalstoff
Wurzeln zur Nährstoffaufnahme antreibt.
-
Wie
Moleküle in den Zellkern gelangen
Wissenschaftler des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS)
Nanowissenschaften am Swiss Nanoscience Institute (SNI) haben mit
einem innovativen Ansatz entziffert, wie Makromoleküle die Barriere in
das Innere des Zellkerns passieren können.
Neue
Werkzeuge zur Abschätzung gesundheitlicher Gefahren durch Chemikalien
Ein aktueller Bericht des Nationalen Forschungsrates der USA erkennt
die Tragweite der Toxikogenomik bei der Vorhersage gesundheitlicher
Gefahren durch Umweltchemikalien und empfiehlt den öffentlichen
Behörden die Einbeziehung der Toxikogenomik in behördliche
Entscheidungen.
Chemiker aus Würzburg und Charlottesville (USA)
haben für das Element Quecksilber eine neue Oxidationsstufe
nachgewiesen, wie die Zeitschrift Angewandte Chemie in einer ihrer
Ausgaben berichtete.
Pflanzenstoffe
regieren zelluläre Prozesse
Erstmalig konnten Dresdner Wissenschaftler nachweisen, dass
pflanzliche Stoffe, die etwa in Rotwein, Soja oder grünem Tee
vorkommen, wichtige Vorgänge in Körperzellen verlangsamen oder
beschleunigen können. Sie docken in der Zelle an dem für die
Zellbewegung und Zellteilung verantwortlichen Molekül Aktin an ...